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    Schon vor 1877 muss es irgendwo zwischen dem Märjelesee und dem heutigen Hüttenstandort eine einfache Jäger- und Hirtenunterkunft gegeben haben.
Diese wurde zunehmend auch von Berggängern genutzt, bis das Genfer Zentralkomitee entschied, am Faulberg etwa 50 Meter über dem Gletscher, eine neue Hütte mit 20 Plätzen zu errichten. Sie wurde in die Obhut der Sektion Monte Rosa übergeben.
Der Besitzer des Hotels Jungfrau am Eggishorn, Emil Cathrein, finanzierte den Bau zu rund zwei Dritteln und sicherte sich dadurch das Mitsprache- und Bewirtschaftungsrecht.
       
1898 1877   Die zunehmende Frequenz auf der Konkordiahütte sowie die einstweilen unklaren Zuständigkeiten für dringend notwendige Unterhaltsarbeiten bewegten Emil Cathrein dazu, nur wenige Meter oberhalb der ersten Hütte den Pavillon Cathrein gänzlich auf eigene Rechnung zu errichten.
Es lässt sich leicht ausrechnen, dass das Nebeneinander zweier in Komfort und Preis ziemlich unterschiedlicher Herbergen, welche alsdann auch noch von derselben Person betrieben wurden, kaum ohne Probleme blieb.
Ein Lager in der SAC Hütte kostete damals -.50 während für ein Bett im Pavillon 6.- Franken bezahlt wurden.
       
  1898   Sämtliche Lebensmittel sowie Brennstoffe wurden zu dieser Zeit durch sogenannte Konkordiaträger vom Hotel Jungfrau her in Lasten von durchschnittlich 30kg über den Aletschgletscher zu den Hütten getragen. 10 Jahre lang fristeten die beiden Unterkünfte ein gemeinsames Dasein, wobei die alte Hütte immer mehr vernachlässigt wurde, der Pavillon aber längst nicht für alle Alpinisten erschwinglich war.
Zu dieser Zeit herrschte bereits ein reger Betrieb durch Gletscherwanderer, welche vom Hotel Jungfrau zum Konkordiaplatz wanderten. Diese logierten wohl hauptsächlich im Pavillon Cathrein.
       
1908 1908   Die 1907 neu gegründete SAC Sektion Grindelwald war voller Tatendrang und setzte sich zum Ziel, die Verhältnisse am Konkordiaplatz durch den Bau einer neuen Hütte zu verbessern. Emil Cathrein unterstütze dieses Projekt abermals mit einem beachtlichen Beitrag und wollte sich dadurch erneut ein Mitspracherecht sichern.
Wesentlich schwieriger zeichnete sich die Zusammenarbeit mit dem SAC-Zentralkomitee ab. Das Projekt wurde von diversen Seiten kritisiert, was dazu führte, dass die Unterstützung aus dem zentralen Hüttenfond massgeblich gekürzt wurde.
       
    Nach anfänglicher Ernüchterung kam die Begeisterung aber bald zurück, als sich der Präsident Gustav Hasler am 18. April 1908 anerbot, der Sektion die abgebundene Hütte zu schenken. Mit der Bedingung, dass diese noch im selben Jahr aufgerichtet würde.
Im Mai beginnt bereits der Verlad auf die noch im Bau stehende Jungfraubahn bis zur Station Eismeer. Von dort  mittels eines Seilzugs hinauf ins Mönchsjoch und auf Hornschlitten hinunter zum Konkordiaplatz.
In Rekordzeit von nur einer Woche wurde die Hütte aufgerichtet und bereits am 25. Juli eingeweiht.
       
1946






1951
1946   1946 wird endgültig Abschied genommen vom langjährigen Miteinander. Die Sektion Grindelwald konnte den Pavillons Cathrein für CHF 45'000.- erwerben und war somit im Besitz aller drei Hütten am Platz.
Bis ein Umbau des Pavillons endlich möglich wurde, waren noch allerhand Hürden zu nehmen, welche sich hauptsächlich um die Finanzierung drehten.
1951 konnte dann als erstes die Küche und der Aufenthaltsraum den gewachsenen Ansprüchen angepasst werden. Der Pavillon wurde schon damals nur bei Anwesenheit des Hüttenwarts geöffnet.
       




1965
  Schon in den Jahren seit 1945 bereitet der Zustieg vom Gletscher zunehmend Sorgen und Aufwand durch das Abschmelzen des Gletschers. Der Bergschrund musste mit einer Leiter überwunden werden. Einzelne Abschnitte wurden mit Seilen gesichert.
1965 schliesslich sah man sich gezwungen, eine dauerhafte Lösung zu erstellen. Ein Projekt zur Überwindung eines steinschlägigen Couloirs mit einer Brücke musste nach einem Felssturz fallen gelassen werden. Ein kühner Hüttenweg mit neun Holzleitern (200 Tritte) und zwei kurze Brücken überwand nun die 60m hohe Felswand östlich des besagten Couloirs.
       
1967







1976
1951   Im Jahre 1967 wurde ein grosser Umbau des ehemaligen Pavillon Cathrein in Angriff genommen. Dieser kostete rund 134'000 Franken. Allein 25'000 Franken mussten für die Transporte aufgewendet werden, welche teilweise mit Hubschraubern bewerkstelligt werden konnten.
       
1996 1996   Letzter Umbau für rund 2 Mio. Schweizer Franken.
       

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 11. Februar 2012 um 12:07 Uhr
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