

Direkt hinter der Hütte baut er sich mächtig auf und sorgt dafür, dass uns die Sonne nicht vor 9:30 „weckt“! Wie der Bug eines mächtigen Eisbrechers teilt er den Grünhornfirn vom Grossen Aletschgletscher. Nach Osten hin setzt sich sein Grat über den Fülbärgpass zum Fiescher Gabelhorn fort. Kletterer ist in erster Linie sein Westgrat ein sehr lohnendes Unternehmen mit unerwartet guter Felsqualität. Als leichteren Aufstieg oder als Abstiegsvariante empfehlen wir den Südgrat. Der ausgesetzte Felsgrat nach Osten zum Fülbärgpass ist etwas brüchig. In der untersten Felsbastion direkt oberhalb der Hütte wurde durch den ehemaligen Hüttenwart, Chrigel Bleuer, ein perfekter Klettergarten mit Plaisir-Charakter eingerichtet.
W-Grat
Lohnende Kletterei in gutem Fels, selten begangen.
Erwin Birk und Philipp Borchers, 30. Juli 1914
| Dauer: | 3 Std. von der Konkordiahütte |
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Schwierigkeit: |
ZS, 15m IV. Teilweise brüchig! Improvisierte Sicherung |
| Karten: | 1:25'000 Finsteraarhorn 1249 |
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Führer: |
SAC Verlag, Jungfrauregion,10. Auflage, 601.1, S.481 SAC Verlag, Hochtouren Berner Alpen, 2. Auflage, 486, S.372 |
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Material: |
Kletterausrüstung für improvisierte Sicherung 8-10 Expressschlingen für die untersten drei Seillängen im Klettergarten |
Der unterste Teil diese Tour kann über deren wahren Charakter leicht hinweg täuschen. Die ersten drei Seillängen werden im bestens abgesicherten Klettergarten überwunden. Der Einstieg in eine der zahlreichen Routen wird in nur 5 Minuten von der Hütte erreicht. Im Anschluss an den Klettergarten folgt leichtes Blockgelände, in welchem bis zum sich nach rechts aufrichtenden Ausläufer des Westgrates geklettert wird. Etwas links in einem Riss (IV) bis auf den fortan eindeutigen Grat klettern. Jetzt der ausgeprägten Gratkante folgen, welche zum Schluss leicht zum Gipfel führt.

Laura Bomio auf der Abschlusstour nach ihrer Sommersaison 2011. Weit unten die Konkordiahütte!
S-Grat 
diese Route eignet sich auch sehr gut als Abstiegsvariante.
| Dauer: | 2.5 Std. von der Konkordiahütte, ca. 2 Std. im Abstieg |
| Schwierigkeit: | Meist leichte Blockkletterei |
| Karten: | 1:25'000 Finsteraarhorn 1249 |
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Führer: |
SAC Verlag, Jungfrauregion, 10. Auflage, 601.3/S.482 SAC Verlag, Hochtouren Berner Alpen, 2. Auflage, 486, S.372 (als Überschreitung W-Grat/S-Grat) |
| Material: | allenfalls für improvisierte Sicherung |
Von der Konkordiahütte nur minim ansteigend nach Südwesten traversieren bis vor den Ausläufer des Südgrates, nun in den Sattel nördlich von Punkt 2965 aufsteigen. Dem nicht immer stark ausgeprägten Grat zum Gipfel folgen. Falls nötig in die Westflanke ausweichen.
O-Grat
etwas anspruchsvollere Abstiegsvariante zum Fülbärgpass.
| Dauer: | 3 Std. zur Konkordiahütte |
| Schwierigkeit: | ZS, Teilweise brüchig und sehr ausgesetzt! Improvisierte Sicherung! |
| Karten: | 1:25'000 Finsteraarhorn 1249 |
| Führer: | SAC Verlag, Jungfrauregion, 10. Auflage, 601.2/S.482 |
| Material: | Kletterausrüstung für improvisierte Sicherung, teilweise kann abgeseilt werden 15m |
Vom Gipfel ausgesetzt dem Grat weiter folgen. Allenfalls in die Südflanke ausweichen. Etwas nach der Hälfte können ausgepräge Felszacken gut nördlich umgangen werden. Vom Fülbärgpass 3170m führt ein steiles Geröllcouloir hinunter zum Fülbärgchumme. Den Südgrat unten umgehen und auf ca. 2850m meist Höhe haltend, teils leicht ansteigend zur Hütte queren.
Der Abstieg nach Norden vom Fülbärgpass ist unbekannt!
