
Nicht nur seiner Höhe wegen ist das Gross Grünhorn wohl der meistbesuchte Gipfel von der Konkordiahütte aus. Die Besteigung über das Grünegghorn 3860m hinweg ist eine sehr interessante Hochtour mit mittleren technischen Anforderungen in Fels und Eis. Landschaftlich lässt diese Tour kaum Wünsche offen. Bei guter Sicht grüssen zahlreiche 4000-er Genossen aus dem südlichen Wallis sowie aus nächster Nähe lässt sich die mächtige Pyramide des Finsteraarhorns und seine klassische Aufstiegsroute studieren.
SW-Grat 
von der Konkordiahütte über das Grünegghorn (Normalroute)
Edmund von Fellenberg mit Peter Egger, Peter Michel und Peter Inäbnit
7. August 1865
| Dauer: | 4-5 Std. von der Konkordiahütte |
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Schwierigkeit: |
ZS-, Spaltensturzgefahr, ausgesetzte Gratkletterei (II) |
| Karten: | 1:25'000 Finsteraarhorn 1249 |
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Führer: |
SAC Verlag, Jungfrauregion,10. Auflage 407.1, S422 SAC Verlag, Hochtouren Berner Alpen, 2. Auflage, 463, S.354 |
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Material: |
Gletscherausrüstung, evtl. improvisierte Sicherung im Fels. |
Die ersten Schritte dieser Tour führen zwangsläufig über die Treppe von der Konkordiahütte hinunter zum Grüneggfirn. Im mittleren bis linken Bereich folgt man diesem bis ca.3000m. Es hat sich bewährt, nun in einem grossen Bogen nach links weiter aufzusteigen um wieder im linken Bereich des teilweise tief zerschrundenen Gletschers bis unter das Couloir auf ca. 3460m zu gelangen. Durch dieses gelangt man steil hinauf in den Sattel, 400m NNW von P.3475. Jetzt in sicherem Abstand der mächtigen Wächte folgen bis hinauf zum P.3787. Dem nun exponierten Fels- und Schneegrat weiter folgen bis zum Gipfel des Grünegghorns 3860m.
In ähnlichem Charakter erfolgt der Abstieg in die Lücke zwischen Grünegghorn und Gross Grünhorn. Der Gegenanstieg kann in seiner ganzen Länge über den Felsgrat oder anfänglich auf der westlichen Seite über Schnee und Eis und erst später über den Grat erfolgen. Dabei hält man sich oft westlich des Grates bis zum Gipfel.

SE Abseilpiste
für den Übergang zur Finsteraarhornhütte.
Damit der steile Felsriegel von der Lücke zwischen Grünegghorn und Gross Grünhorn nach Südosten hinunter zum Fieschergletscher im Abstieg besser überwunden werden kann, wurde eine Abseilpiste mit massiven Ringen eingerichtet.
| Dauer: |
3-4 Std. vom Gross Grünhorn zur Finsteraarhornhütte |
| Schwierigkeit: | ZS, Steinschlaggefahr, bei viel Schnee ist der Anfang der Abseilpiste evtl. schwer zu finden. |
| Karten: | 1:25'000 Finsteraarhorn 1249 |
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Führer: |
SAC Verlag, Jungfrauregion, 10. Auflage, 407.1a, S.424 SAC Verlag, Hochtouren Berner Alpen, 2. Auflage, 463a, S.356 |
| Material: | mindestens 30 Meter Seil, Gletscherausrüstung |
Vom Gipfel des Gross Grünhorns über den Südwestgrat absteigen bis in die Lücke zum Grünegghorn. In den letzten Felsblöcken des Grates,im nördlichen Bereich der Lücke, findet sich eine Gedenktafel. Nahe zu dieser, etwas unterhalb der Wächte ist ein kleiner Felskopf, auf dessen linker Seite sich der erste Abseilring befindet.
Die erste Seillänge (ca.15m) führt leicht links haltend zum zweiten Ring. Insgesamt sind 7 bis 8 Abseilsequenzen zu überwinden. Alle sind zwischen 12 bis 15 Meter lang. Je nach Schneesituation gelangt man so über den Bergschrund hinaus auf den Gletscher.
Über den Ausläufer des Fieschergletschers hinunter zum Fieschergletscher und im Gegenanstieg hinauf zur Finsteraarhornhütte.

