Gipfelziele im Sommer

Ziele

Die Konkordiahütte liegt quasi im Herzen der Berner Alpen und ist umgeben von namhaften Gipfeln. Darunter einige Viertausender mit klingenden Namen wie das Aletschhorn (4193m), Jungfrau (4158m) oder das Gross Grünhorn (4044m). Aber da gibt es auch noch zahlreiche andere, lohnende Gipfel mit ganz unterschiedlichen Charakteren.

Zu einzelnen Gipfelzielen findest Du hier weitere Informationen.

  • Gross Grünhorn

    Gross Grünhorn

    Pickel

    Topscore

    Nicht nur seiner Höhe wegen ist das Gross Grünhorn wohl der meistbesuchte Gipfel von der Konkordiahütte aus. Die Besteigung über das Grünegghorn 3860m hinweg ist eine sehr interessante Hochtour mit mittleren technischen Anforderungen in Fels und Eis. Landschaftlich lässt diese Tour kaum Wünsche offen. Bei guter Sicht grüssen zahlreiche 4000-er Genossen aus dem südlichen Wallis sowie aus nächster Nähe lässt sich die mächtige Pyramide des Finsteraarhorns und seine klassische Aufstiegsroute studieren.

    Gross Grünhorn 4044 m.ü.M. über das Grünegghorn

    Gross Grünhorn 4044 m.ü.M. über das Grünegghorn

    updown SW-Grat über das Grünegghorn (Normalroute)
    Edmund von Fellenberg mit Peter Egger, Peter Michel und Peter Inäbnit, 7. August 1865

    Dauer: 4-5 Std. von der Konkordiahütte
    Schwierigkeit: ZS-, Spaltensturzgefahr, ausgesetzte Gratkletterei (II)
    Karten: 1:25'000 Finsteraarhorn 1249
    Führer: SAC Verlag, Jungfrauregion, 10. Auflage 407.1, S.422
    SAC Verlag, Hochtouren Berner Alpen, 2. Auflage, 463, S.354
    Material: Gletscherausrüstung, evtl. improvisierte Sicherung im Fels.

    Die ersten Schritte dieser Tour führen zwangsläufig über die Treppe von der Konkordiahütte hinunter zum Grüneggfirn. Im mittleren bis linken Bereich folgt man diesem bis ca.3000m, wo er nach Norden zum Grünegghorn anzusteigen beginnt. Im Bereich des linken Randes über den P.3173, später über den teilweise tief zerschrundenen Gletscher bis unter das Couloir auf ca. 3460m aufsteigen. Durch das Couloir gelangt man steil hinauf in den Sattel, 400m NNW von P.3475. Jetzt in sicherem Abstand der mächtigen Wächte folgen bis hinauf zum P.3787. Dem nun exponierten Fels- und Schneegrat weiter folgen bis zum Gipfel des Grünegghorns 3860m.
    In ähnlichem Charakter erfolgt der Abstieg in die Lücke zwischen Grünegghorn und Gross Grünhorn. Der Gegenanstieg kann in seiner ganzen Länge über den Felsgrat oder anfänglich auf der westlichen Seite über Schnee und Eis und erst später über den Grat erfolgen. Dabei hält man sich oft westlich des Grates bis zum Gipfel.

    Abseilpiste

    Abseilpiste

    Pickel

    Shortcut

    Für den Weiterweg zur Finsteraarhornhütte stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Der Rückweg über die Aufstiegsroute bis hinunter zum Grüneggfirn und dann weiter über die Grünhornlücke oder die nachfolgend beschriebene Abseilroute direkt hinunter zum Fieschergletscher.

    updown SE Abseilpiste
    Damit der steile Felsriegel von der Lücke zwischen Grünegghorn und Gross Grünhorn nach Südosten hinunter zum Fieschergletscher im Abstieg besser überwunden werden kann, wurde eine Abseilpiste mit massiven Ringen eingerichtet.
    Dauer: 3-4 Std. vom Gross Grünhorn zur Finsteraarhornhütte
    Schwierigkeit: ZS, Steinschlaggefahr, bei viel Schnee ist der Anfang der Abseilpiste evtl. schwer zu finden.
    Karten: 1:25'000 Finsteraarhorn 1249
    Führer: SAC Verlag, Jungfrauregion, 10. Auflage, 407.1a, S.424
    SAC Verlag, Hochtouren Berner Alpen, 2. Auflage, 463a, S.356
    Material: mindestens 30 Meter Seil, Gletscherausrüstung

    Gr. Gruenhorn

    Vom Gipfel des Gross Grünhorns über den Südwestgrat absteigen bis in die Lücke zum Grünegghorn. In den letzten Felsblöcken des Grates,im nördlichen Bereich der Lücke, findet sich eine Gedenktafel. Nahe zu dieser, etwas unterhalb des Grates ist ein kleiner Felskopf, auf dessen linker Seite sich der erste Abseilring befindet.
    Die erste Seillänge (ca.15m) führt leicht links haltend zum zweiten Ring. Insgesamt sind 7 bis 8 Abseilsequenzen zu überwinden. Alle sind zwischen 12 bis 15 Meter lang. Je nach Schneesituation gelangt man so über den Bergschrund hinaus auf den Gletscher.
    Über den Ausläufer des Fieschergletschers hinunter zum Fieschergletscher und im Gegenanstieg hinauf zur Finsteraarhornhütte.

  • Grünegghorn

    Grünegghorn

    Pickel

    kleiner Bruder, grossartige Aussicht...

    Das Grünegghorn bildet einen Doppelgipfel, wobei der Vorgipfel 3787m ca. 300 Meter südwestlich liegt und hauptsächlich im Winter ein interessantes Gipfelziel bietet. Der höhere "Sommergipfel" wird von der Konkordiahütte sehr oft auf dem Weg zum Gross Grünhorn überschritten. Sehr lohnend und interessant ist seine Überschreitung auch auf dem Weg zur Finsteraarhornhütte. Diese wird durch die Abseilpiste aus der Lücke zwischen Grünegghorn und Gross Grünhorn um einiges erleichtert.

    Grünegghorn 3860.5 m.ü.M.

    Grünegghorn 3860.5 m.ü.M.

    updown SW-Grat(Normalroute)

    Dauer: 3-4 Std. von der Konkordiahütte
    Schwierigkeit: WS-, Spaltensturzgefahr, ausgesetzter Gipfelgrat
    Karten: 1:25'000 Finsteraarhorn 1249
    Führer: SAC Verlag, Jungfrauregion, 10. Auflage 407.1, S.422
    SAC Verlag, Hochtouren Berner Alpen, 2. Auflage, 463, S.354
    Material: Gletscherausrüstung.

    Die ersten Schritte dieser Tour führen zwangsläufig über die Treppe von der Konkordiahütte hinunter zum Grüneggfirn. Im mittleren bis linken Bereich folgt man diesem bis ca.3000m, wo er nach Norden zum Grünegghorn anzusteigen beginnt. Im Bereich des linken Randes über den P.3173, später über den teilweise tief zerschrundenen Gletschers bis unter das Couloir auf ca. 3460m aufsteigen. Durch das Couloir gelangt man steil hinauf in den Sattel, 400m NNW von P.3475. Jetzt in sicherem Abstand der mächtigen Wächte folgen bis hinauf zum P.3787. Dem nun exponierten Fels- und Schneegrat weiter folgen bis zum Gipfel des Grünegghorns 3860m.

    Abseilpiste zum Fieschergletscher

    Abseilpiste zum Fieschergletscher

    Pickel

    Shortcut

    Für den Weiterweg zur Finsteraarhornhütte stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Der Rückweg über die Aufstiegsroute bis hinunter zum Grüneggfirn und dann weiter über die Grünhornlücke oder die nachfolgend beschriebene Abseilroute direkt hinunter zum Fieschergletscher.

    updown SE Abseilpiste

    Damit der steile Felsriegel von der Lücke zwischen Grünegghorn und Gross Grünhorn nach Südosten hinunter zum Fieschergletscher im Abstieg besser überwunden werden kann, wurde eine Abseilpiste mit massiven Ringen eingerichtet.

    Dauer: 3-4 Std. vom Gross Grünhorn zur Finsteraarhornhütte
    Schwierigkeit: ZS, Steinschlaggefahr, bei viel Schnee ist der Anfang der Abseilpiste evtl. schwer zu finden.
    Karten: 1:25'000 Finsteraarhorn 1249
    Führer: SAC Verlag, Jungfrauregion, 10. Auflage, 407.1a, S.424
    SAC Verlag, Hochtouren Berner Alpen, 2. Auflage, 463a, S.356
    Material: mindestens 30 Meter Seil, Gletscherausrüstung

    Gr. Gruenhorn

    Vom Gipfel des Gross Grünhorns über den Südwestgrat absteigen bis in die Lücke zum Grünegghorn. In den letzten Felsblöcken des Grates,im nördlichen Bereich der Lücke, findet sich eine Gedenktafel. Nahe zu dieser, etwas unterhalb des Grates ist ein kleiner Felskopf, auf dessen linker Seite sich der erste Abseilring befindet.
    Die erste Seillänge (ca.15m) führt leicht links haltend zum zweiten Ring. Insgesamt sind 7 bis 8 Abseilsequenzen zu überwinden. Alle sind zwischen 12 bis 15 Meter lang. Je nach Schneesituation gelangt man so über den Bergschrund hinaus auf den Gletscher.
    Über den Ausläufer des Fieschergletschers hinunter zum Fieschergletscher und im Gegenanstieg hinauf zur Finsteraarhornhütte.

  • Fülbärg

    Fülbärg

    Pickel

    das Gute liegt so nah...

    Direkt hinter der Hütte baut er sich mächtig auf und sorgt dafür, dass uns die Sonne nicht vor 9:30 „weckt“! Wie der Bug eines mächtigen Eisbrechers teilt er den Grünhornfirn vom Grossen Aletschgletscher. Nach Osten hin setzt sich sein Grat über den Fülbärgpass zum Fiescher Gabelhorn fort. Für Kletterer ist in erster Linie sein Westgrat ein sehr lohnendes Unternehmen mit unerwartet guter Felsqualität. Als leichteren Aufstieg oder als Abstiegsvariante empfehlen wir den Südgrat. Der ausgesetzte Felsgrat nach Osten zum Fülbärgpass ist etwas brüchig. In der untersten Felsbastion direkt oberhalb der Hütte wurde durch den ehemaligen Hüttenwart, Chrigel Bleuer, ein perfekter Klettergarten mit Plaisir-Charakter eingerichtet.

    Fülbärg 3242.6 m.ü.M. über den Westgrat

    Fülbärg 3242.6 m.ü.M. über den Westgrat

    updown W-Grat, lohnende Kletterei in gutem Fels, selten begangen.
    Erwin Birk und Philipp Borchers, 30. Juli 1914

    Dauer: 3 Std. von der Konkordiahütte
    Schwierigkeit: ZS, 15m IV. Teilweise brüchig! Improvisierte Sicherung notwendig.
    Karten: 1:25'000 Finsteraarhorn 1249
    Führer: SAC Verlag, Jungfrauregion, 10. Auflage 601.1, S.481
    SAC Verlag, Hochtouren Berner Alpen, 2. Auflage, 486, S.372
    Material: Kletterausrüstung für improvisierte Sicherung 8-10 Expressschlingen für die untersten drei Seillängen im Klettergarten.

    up Der unterste Teil diese Tour kann über deren wahren Charakter leicht hinweg täuschen. Die ersten drei Seillängen werden im bestens abgesicherten Klettergarten überwunden. Der Einstieg in eine der zahlreichen Routen wird in nur 5 Minuten von der Hütte erreicht. Im Anschluss an den Klettergarten folgt leichtes Blockgelände, in welchem bis zum sich nach rechts aufrichtenden Ausläufer des Westgrates geklettert wird. Etwas links in einem Riss (IV) bis auf den fortan eindeutigen Grat klettern. Jetzt der ausgeprägten Gratkante folgen, welche zum Schluss leicht zum Gipfel führt.

    Fülbärg 3242.6 m.ü.M. über den Südgrat

    Fülbärg 3242.6 m.ü.M. über den Südgrat

    up S-Grat
    Diese Route eignet sich auch sehr gut als Abstiegsvariante.

    Dauer: 2.5 Std. von der Konkordiahütte
    2 Std. im Abstieg
    Schwierigkeit: Meist leichte Blockkletterei
    Karten: 1:25'000 Finsteraarhorn 1249
    Führer: SAC Verlag, Jungfrauregion, 10. Auflage 601.1, S.482
    SAC Verlag, Hochtouren Berner Alpen, 2. Auflage, 486, S.372 (als Überschreitung W-Grat/S-Grat)
    Material: Kletterausrüstung für improvisierte Sicherung.

    Von der Konkordiahütte nur minim ansteigend nach Südwesten traversieren bis vor den Ausläufer des Südgrates, nun in den Sattel nördlich von Punkt 2965 aufsteigen. Dem nicht immer stark ausgeprägten Grat zum Gipfel folgen. Falls nötig in die Westflanke ausweichen.

    Fülbärg Klettergarten

    unser Garten zum klettern

    Direkt hinter der Hütte türmt sich der Fülbärg mächtig auf. Seine untere Bastion lockt mit zahlreichen, bestens abgesicherten Kletterrouten.

    Klettergarten Topo
    Faulberg          Fahnenschopf
    1 Classica 3-4 grün 3(30) P   31 Hotz n'Plotz? 5 blau 1(8) TR
    2 Prima 5 blau 1(25) TR   32 Die da! 6- gelb 1(8) TR
    3 Hüttendach 4-5 pink 3(30) P(TR)   33 Cool 6 grün 1(8) TR
    4 Solaris 4-5 grün 1(25) TR              
    5 Bummler 3-4 blau 4(30) P   Vibramplatte
    6 Schrämm 4 grün 1(25) TR   41 Goodyear 3   1(20) TR
    7 Asterix 3-4 Metall 1(10) TR(Fu)   42 Gommista 3   1(20) TR
    8 Obelix 3-4 Weiss 1(10) TR(Fu)   43 Maloja 3   1(20) TR
    9 Idefix 3-4 Metall 1(10) TR(Fu)   44 Michelin 3   1(20) TR
    10 Majestix 3-4 grün 1(10) P   45 Rutsch-Futsch 3   1(20) TR
    11 Roti Nasa 5 weiss 1(45) P              
    12 Zappelliese 5+ grün 2(45) P   Chäsplatte
    13 ds'Lehni 5+ gelb 1(45) P   56 Fonduetrip 4   2(40) Fu
    14 Grampiturm 4-5 blau 1(45) P   57 Berg Käse 4+   2(40) Fu
    15 Gomfi 5 pink 2(45) P   58 Chäsbrätel 5-   2(40) Fu
    16 Schreg unna zuehi 4-5 grün 1(45) P   59 Chäsplatte 5+   2(40) Fu
    17 Vino fino 5 blau 3(40) P              
    18 Julie 6+ gelb 3(40) P   P Abstieg über Abseilpiste
    19 Hohle Gasse 5+ pink 3(40) P   TR Die Route ist für Top-Rope eingerichtet
    20 Tyrannosaurus 4-5 grün 1(35) P   Fu Fussabstieg
    21 Talentschuppe 4 blau 1(35) P   2(40) zwei Seillängen (längere davon 40m)

    Alle Standplätze, Zwischensicherungen und Abseilstellen sind vorhanden und mit soliden Bohrhaken eingerichtet. In den längeren Seillängen werden bis zu 10 Expressschlingen benötigt!
    Alle Routen sind mit der Nummer am Einstieg angeschrieben.
    Vom "Faulberg" 3x20m auf das Mittelband abseilen und mit Fixseil zu Fuss (oder 2x20m abseilen) zum Einstieg.